Neubeginn in Lannesdorf (General-Anzeiger 12./13. Juli 2008)
Gerade packt der Maler den Pinsel ein: Kaevers Gasthaus zur Traube steht es noch feucht zwischen den Fachwerkbalken auf der in zartem Gelb gestrichenen Außenmauer. Wie eine Unterschrift wirkt der Name-unter einen glücklichen Neubeginn. Christian und Gratiana Kaever haben diese Woche in Lannesdorf ihr Lokal eröffnet.
Nur einmal um die Ecke gezogen sind sie von der Korkeiche, ihrem alten Domizil (1996-2008) und haben ihr Restaurant dabei aber mehr als verdoppelt. Gut 60 Gäste finden jetzt Platz in dem großen, langen Raum, der die Puppenstube aus der Vergangenheit abgelöst hat. In freundlichem Ocker und hellen Beigetönen ist er gestrichen, die Tische hübsch eingedeckt. Nur die Bilder an der Wand sind liebe Erinnerungsstücke aus dem früheren Lokal.
Hinter dem Haus gibt es eine Terrasse, etwas darüber auf einem frisch eingesäten Rasenstück der vertraute Kinderspielplatz mit dem Klettergerüst. Räumlich vervielfacht hat sich auch die Küche. Endlich hat Christian Kaever ausreichend Platz für Mitarbeiter.
Doch was der Koch dort zubereitet ist der altbekannte Stil, eine Mischung aus Regionalem mit mediteranen Akzenten. So gibt es Rieslingschaumsuppe mit Garnelen (5,50€) oder gebratenen Chorizo auf Kartoffel-Radieschensalat (8,50€), Schweinelendchen auf Pfifferling-Gemüseragout und Portweinjus (16,00€) oder Zanderfilet mit Spitzkohl und Kräuterkartoffeln (16,00€).
Bei der Weinkarte setzt Gratiana Kaever zunehmend auf die Vielfalt deutscher Gewächse, z.B. mit Sauvignon Blanc von Fischer aus Baden oder Müller-Thurgau vom badischem Spitzenwinzer Huber. Beide 0,2l für 4,-€. Außerdem gibt es Bier vom Faß: Helles vom Kloster Andechs (0,3l 2,50€), Bitburger Pils und Gaffel Kölsch (0,25l 1,90€)